Inhaltsverzeichnis
- Was ist die Liquidsteuer?
- Wie hoch wird die Liquidsteuer?
- Ab wann werden E-Liquids und Aromen teurer?
- Welche E-Zigaretten Produkte werden teurer?
- Wie geht es in Zukunft mit der E-Zigarette und den Liquids weiter?
- Lohnt sich der Umstieg auf die E-Zigarette noch?
- Häufig gestellte Fragen
- Wieso wurde die Modernisierung des Tabaksteuergesetz eingeführt?
- Welches Gesetz regelt die Besteuerung von E-Zigaretten Liquids?
Was ist die Liquidsteuer?
Seit 2022 werden in Deutschland auch Flüssigkeiten für E-Zigaretten besteuert – unabhängig davon, ob Nikotin enthalten ist oder nicht.
Umgangssprachlich wird das meist „Liquidsteuer“ genannt. Rechtlich ist es eine Tabaksteuer auf sogenannte „Substitute für Tabakwaren“. Gemeint sind Flüssigkeiten, die zum Verdampfen in E-Zigaretten bestimmt sind – darunter fallen fertige Liquids ebenso wie viele Misch-Komponenten.
Die Grundlage dafür ist das Tabaksteuermodernisierungsgesetz (TabStMoG). Der konkrete Steuertarif findet sich im Tabaksteuergesetz (TabStG) im Steuertarif für „Substitute für Tabakwaren“.
Wie hoch wird die Liquidsteuer?
Die Steuer ist volumenbasiert: Es wird pro Milliliter besteuert – nicht nach Nikotinstärke.
Für „Substitute für Tabakwaren“ gilt ein Stufenmodell. Die Steuer beträgt:
- 01.07.2022 bis 31.12.2023: 0,16 Euro je ml
- 01.01.2024 bis 31.12.2024: 0,20 Euro je ml
- 01.01.2025 bis 31.12.2025: 0,26 Euro je ml
- ab 01.01.2026: 0,32 Euro je ml
Wichtig: In der Praxis wird die Steuer zunächst auf den Nettopreis gerechnet, danach kommt die Mehrwertsteuer obendrauf. Dadurch fällt die tatsächliche Preiserhöhung im Verkauf üblicherweise höher aus als die reine Steuer pro ml.
Ab wann werden E-Liquids und Aromen teurer?
Teurer wird es immer dann, wenn Waren mit neuer Steuerstufe in den Verkauf kommen.
Entscheidend ist dabei, ob die Produkte mit Steuerzeichen (Steuerbanderole) versehen werden müssen und unter die jeweils aktuelle Stufe fallen. Für den Handel bedeutet das: Je mehr Ware bereits mit der neuen Stufe produziert, versteuert und ausgeliefert wird, desto stärker spiegelt sich das im Preis.
Kurz gesagt: Man merkt die Erhöhung nicht an einem einzigen Tag „plötzlich überall“, sondern schrittweise – abhängig von Produktion, Lagerbeständen und Warenumschlag.
Welche E-Zigaretten Produkte werden teurer?
Betroffen sind grundsätzlich alle Flüssigkeiten, die zum Verdampfen gedacht sind.
Dazu gehören vor allem:
- fertige E-Liquids (nikotinhaltig und nikotinfrei)
- Basen (VG/PG-Mischungen, nikotinfrei)
- Nikotinshots
- aromatische Misch-Komponenten, sofern sie als zum Verdampfen bestimmt in Verkehr gebracht werden
Nicht betroffen sind reine Hardwareprodukte wie Akkuträger, Verdampfer, Pods, Coils, Ladegeräte oder Zubehör, weil diese keine Flüssigkeiten sind.
Wie geht es in Zukunft mit der E-Zigarette und den Liquids weiter?
Durch die stufenweise Erhöhung verändern sich Preisgefüge und Produktlandschaft spürbar.
Typische Effekte, die viele Dampfer und Shops beobachten:
- hoher Liquidverbrauch wird deutlich teurer (vor allem bei sehr leistungsstarken Setups)
- mehr Fokus auf effiziente Geräte und alltagstaugliche Setups mit geringerem Verbrauch
- größerer Preisabstand zwischen „sparsam“ und „viel Verbrauch“
- mehr Planung beim Einkauf, weil Steuerstufen und Bestände eine Rolle spielen
Was der Markt langfristig daraus macht, hängt auch von Regulierung, Sortimenten und Herstellerstrategien ab. Fest steht: Die Steuerstufen bis 2026 sind gesetzlich festgelegt.
Lohnt sich der Umstieg auf die E-Zigarette noch?
Ja – in vielen Fällen lohnt es sich weiterhin, auch wenn das Dampfen teurer geworden ist.
Ob sich der Umstieg finanziell lohnt, hängt stark vom bisherigen Zigarettenkonsum, dem Gerätetyp und dem Liquidverbrauch ab. Wer ein Setup nutzt, das effizient arbeitet und zur eigenen Nikotinstärke passt, kann trotz Steuer weiterhin deutlich günstiger unterwegs sein als mit klassischen Tabakzigaretten.
Häufig gestellte Fragen
Wieso wurde die Modernisierung des Tabaksteuergesetz eingeführt?
Ziel war es, die Tabakbesteuerung anzupassen und zusätzliche Produktgruppen in die Besteuerung einzubeziehen.
Im Zuge dieser Modernisierung wurden auch E-Zigaretten-Flüssigkeiten als „Substitute für Tabakwaren“ in den Steuertarif aufgenommen. Dadurch werden auch nikotinfreie Flüssigkeiten erfasst, sofern sie zum Verdampfen bestimmt sind.
Welches Gesetz regelt die Besteuerung von E-Zigaretten Liquids?
Die Einführung und Ausgestaltung wurde über das Tabaksteuermodernisierungsgesetz (TabStMoG) geregelt.
Die konkreten Steuersätze stehen im Tabaksteuergesetz (TabStG) im Steuertarif, dort unter „Substitute für Tabakwaren“ als Euro je Milliliter mit den Stufen bis 2026.
Die Liquidsteuer auf E-Zigaretten einfach erklärt
Seit der Einführung der Liquidsteuer hat sich für Dampfer vieles verändert. Hier findest du die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst.
Häufige Fragen zur Liquidsteuer
- 💸 Was ist die Liquidsteuer?
- Die Liquidsteuer ist eine Tabaksteuer auf Flüssigkeiten für E-Zigaretten. Sie gilt für nikotinhaltige und nikotinfreie Liquids sowie Basen und ähnliche Produkte.
- 📈 Wie hoch ist die Liquidsteuer?
- Die Steuer wird pro Milliliter berechnet und steigt schrittweise an – von 0,16 € pro ml (2022) bis auf 0,32 € pro ml ab 2026. Zusätzlich fällt Mehrwertsteuer an.
- 🧪 Welche Produkte sind betroffen?
- Besteuert werden alle Flüssigkeiten, die zum Verdampfen bestimmt sind, darunter fertige Liquids, Basen und Nikotinshots. Hardware wie Akkuträger oder Verdampfer ist nicht betroffen.
- 🤔 Lohnt sich das Dampfen trotzdem noch?
- Trotz steigender Preise bleibt das Dampfen in vielen Fällen günstiger als das Rauchen von Tabakzigaretten – vor allem bei effizientem Gerät und moderatem Liquidverbrauch.